Deine Würde, heb sie auf, pack sie ein

Vernissage "bewahre"
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Die Kunst Performance Bewahre der Künstlerin Conni Holzer entstand aus diesen Fragen. Es geht darum, die verlorene Würde zu finden, zu schützen, zu bewahren und ihren Träger*innen zurückzugeben. Es geht um Berührung und wie diese (in Zeiten von Abstandsgeboten) stattfinden kann, um das was uns verbindet und wie wir uns begegnen. Während die Sonne am 6. Oktober 2022 im Garten des Hauses Kaplan Bonetti unterging, zeigte Conni Holzer dies in ihrer Performance. Kleidungsstücke der Besucher*innen wurden Teil der Performance, als Metaphern für verlorene Würde, als symbolische Berührung und Verbindung.

Berührbarkeit spielt in der Kunst von Conni Holzer eine wesentliche Rolle. Die innerliche emotionale Berührbarkeit als auch die physische, durch Interaktionen mit dem Publikum in ihren Performances. Durch das Zeigen ihrer Verletzlichkeit und ihrer Empfindungen erschafft sie eine Atmosphäre, in welcher sich die Zuseher*innen selbst mehr zulassen und berühren lassen können. Gesprochene und gesungene Worte sind meist der Ausgangspunkt ihrer Performances. Wiederholungen in verschiedenen Emotionen und Tonlagen erzeugen einen Klangraum, in welchem sich die Bedeutung der Worte auflöst und nach und nach eine Essenz spürbar wird. In der Performancekunst, wo der Körper und das Erleben der Künstlerin dem Publikum als Projektionsfläche dienen und ein gemeinsames Erlebnis erschaffen wird, werden nicht nur bei jedem Einzelnen persönliche Fragen und Themen angeregt, sondern auch der Kern des Themas spürbar, den wir alle teilen und der uns verbindet.

Conni Holzer arbeitet transmedial, im Sinne von zwischen, durch und über verschiedene künstlerische Medien. Aus der Performance entstandene Fotos hat sie übermalt und daraus eigenständige Werke geschaffen, die sich mit Würde und Berührung beschäftigen. Neben diesen Übermalungen zeigt sie in der Kantine zwei Ölbilder aus ihrer Sonnenuntergang-Serie, die zeitgleich mit der Performance entstanden. Das Sonnenlicht bricht sich in der Erdatmosphäre und erzeugt dabei Farbverläufe für wenige Momente. Für die Künstlerin Momente des Trostes, des Inne-Haltens und Sich-Verbunden-Fühlens. Es sind Werke die ihren Ursprung in der Anfangszeit der Covid19 Pandemie haben, in krisenhaften Momenten der Ungewissheit. Es sind solche Momente, in denen das Bewahren der (Menschen-) Würde besonders gefährdet ist.

Die Ausstellung wurde mit der Performance im Garten eröffnet. Die Zuschauer waren sichtblich berührt. Obmann Stefan Allgäuer begrüßte anschließend gemeinsam mit Geschäftsführerin Cornelia Matt die Gäste in der Kantine. Die Ausstellung ist bis Ende des Jahres noch in der Kantine des Hauses Kaplan Bonetti zu besichtigen.

Jeder Mensch hat Würde.

Barbara Gierner
Assistentin der Geschäftsführung