ARGE Wohnungslosenhilfe warnt vor den Folgen des Sparens bei den Ärmsten

Die Einrichtungen der ARGE Wohnungslosenhilfe (dowas, Kolpinghaus Bregenz, Kaplan Bonetti, Kolpinghaus Götzis, ifs Wohnen und Caritas Beratungsstelle Existenz & Wohnen) führen jährlich im Oktober eine Datenerhebung zur Wohnungslosigkeit durch. Erfasst werden dabei alle Personen, die Angebote wie Beratung, Notunterkünfte oder stationäre Einrichtungen nutzen.

Die Ergebnisse für 2025 zeigen einen weiterhin sehr hohen Unterstützungsbedarf: Insgesamt wurden 2.961 betroffene Personen gezählt – so viele wie noch nie. Besonders alarmierend ist die Situation von Familien: 888 Kinder lebten in Haushalten ohne eigene Wohnung oder mit drohender Wohnungslosigkeit. Zudem befindet sich rund ein Viertel der Haushalte mit Wohnung in einem rechtlich unsicheren Mietverhältnis.

Auch finanziell ist die Lage angespannt. Mehr als ein Drittel der Betroffenen muss über 40 % des Einkommens für Wohnkosten aufbringen. Steigende Preise und sinkende Transferleistungen verschärfen die Situation zusätzlich.

Die Einrichtungen sind stark ausgelastet (90–100 %), und Notunterkünfte mussten häufig Menschen abweisen. Als zentrales Problem wird der Mangel an leistbarem Wohnraum genannt – hier besteht in Vorarlberg dringender Handlungsbedarf. 

 

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